OBERLAND LÖWEN Galerie
Willkommen in unserer Galerie!
Wir freuen uns, dir einen Einblick in die Welt der OBERLAND LÖWEN zu geben. In unserer Galerie findest du Fotos von Heim- und Auswärtsspielen sowie vom Groundhopping.
München, 09.05.2026, Grünwalder Stadion, TSV 1860 München - FC Ingolstadt (1:2)
Spielbericht heute von unserer lieben Andrea. Danke dafür!
Heute war ich mal wieder sehr zeitig im Stadion. Der Plan war eigentlich, vorher zum Candidplatz zu schauen, aber nachdem das Oberlandrudel größtenteils schon in der West war, bin ich dann auch eingetroffen.
Die Spielerverabschiedung war sehr emotional. Bei einigen Spielern bin ich richtig traurig, aber ich maße mir nicht an, die Entscheidungen zu hinterfragen. Nur so viel: Auch Jessie hatte Pipi in den Augen – ein Abschied, der uns auf beiden Seiten sehr nahe geht. An unsere Jungs, die uns jetzt sicher verlassen: Alles Gute, tolle neue Vereine und Danke, dass ihr im Löwentrikot für uns gekämpft habt. Bleibt gesund und schenkt uns bitte in Zukunft kein Tor ein!
Das Spiel selbst war so lala. Vielleicht liegt es auch daran, dass es zwei Tage vor Schluss um nichts mehr geht. Das kennt der Löwe zwar noch aus der letzten Saison, aber sonst geht es bei den Löwen bis zum Schluss entweder um den Klassenerhalt, den Aufstieg oder zumindest um Platz vier, um sich für den Pokal zu qualifizieren. Deshalb ist es schon ein komisches Gefühl, wenn es nur noch um die goldene Ananas geht.
Die Anfangsphase geht für mein Empfinden an Ingolstadt, allerdings ohne zwingende Chancen. Mit der Zeit wurden die Löwen etwas stärker, blieben aber vor dem Tor erst einmal harmlos. Endlich erlöste uns Sammy Althaus und schoss in der 42. Minute das 1:0.
Nach der Pause hielt die Führung leider nicht sehr lange. Ingolstadt drehte in nur fünf Minuten das Spiel, glich in der 57. Minute aus und schoss in der 64. Minute das 1:2. Die Schlussphase ging dann ganz klar an die Löwen, die sich leider für ihr Engagement nicht mehr belohnen konnten. Näher als einen Lattentreffer durch Haugen kamen sie leider nicht ans Tor ran.
Einen Glücksmoment hatten wir aber dann doch noch auf den Rängen. Ein kurzer Check des Spiels Würzburg gegen Unterhaching hat gezeigt, dass unser Finalgegner im Totopokal bereits sicher über die Liga für den Pokal qualifiziert ist, sodass wir, sollten wir gegen Würzburg verlieren, trotzdem für den DFB-Pokal qualifiziert sind. Sozusagen eine Neuauflage des Finales vor ein paar Jahren mit umgekehrten Vorzeichen, als wir gewonnen hatten, aber über die Liga schon qualifiziert waren.
Ganz ehrlich: So wie sich unsere Löwen die letzten Spiele präsentiert haben, bin ich sehr froh darüber, dass wenigstens dort nichts mehr anbrennen kann.
So sind wir dann doch noch mit einem guten Gefühl Richtung Grünspitz aufgebrochen und haben dort gemütlich im Schatten Pizza gegessen und Bierchen aus der Meisteredition getrunken.
Schweinfurt, 02.05.2026, Sachs-Stadion, 1. FC Schweinfurt 05 - TSV 1860 München (1.1)
6:56 Uhr Abfahrt vom Münchner Hauptbahnhof mit dem Regio. Mit an Bord eine Herde Oberland Schafe. Weil die Auen in der Überzahl waren, begann die Auswärtsfahrt ausnahmsweise mit Prosecco. Da dieser aber erst kicherig und dann müde macht, stellte ich im weiteren Fahrtverlauf doch lieber auf Tegernseer um.
Kurz vor 11 Uhr in Schweinfurt angekommen, war Ernüchterung angesagt: Schön war es nicht in Bahnhofsnähe und keine Gaststätte weit und breit. Unser Leithammel Peter führte uns darum in Richtung Stadtmitte. Was ohnehin schon ein bisschen Fußmarsch bedeutet, dauert mit aufgekratzten Schafen natürlich noch um einiges länger.
Da muss eins Kippen kaufen, die nächsten müssen zum Bieseln, dann wieder eins zum Geldabheben. Zwischendrin bricht noch ein Schaf aus und muss wieder zurückgetrieben werden. Dafür bemerkt man beim Durchzählen, dass man auf einmal einen Bock mehr in der Herde hat.
Erstaunlicherweise haben wir es doch zum Brauhaus geschafft, wo es flüssige und für manche auch feste Nahrung gab. Danach wollten wir uns in Richtung Stadion bewegen. Mit den Öffis, wie wir dachten. Aber in Schweinfurt fährt der Bus nur äußerst sporadisch – auch an Spieltagen. Wir hätten noch 23 Minuten auf den nächsten warten müssen.
Dann also doch wieder zu Huf, was manche unserer Schafe etwas strapaziös fanden. Im Stadion brach ich aus der Herde aus, um einen der zwei(!) Bierstände anzusteuern. Leithammel Peter entdeckte mich zwar wieder, aber die anderen waren verschwunden. Wir kauften uns zusammen vier Bier. Schließlich brauchte jeder noch ein Zweites: Peter eins zum Trinken und ich eins zum Umschmeißen.
Unser Leithammel hatte recht: Das Sachs-Stadion ist wirklich scheiße. Es war zwar ganz nett dort unter den Bäumen, aber durch die depperte Laufbahn waren wir viel zu weit vom Spielfeld entfernt. Außerdem ist die Gästekurve viel zu langgezogen. In unserem Teil war es sehr schwer, noch etwas Verständliches vom Support mitzubekommen. Meine Stimme wollte auch nicht so richtig und mein Enthusiasmus hielt sich in Grenzen.
Die zweite Halbzeit verbrachte ich darum in Bierstandnähe mit so manchem kurzweiligen Geblöke – inklusive Übernahme der Weltherrschaft durch die Mittlere Jugend. Irgendwie zog es mich gar nicht mehr so arg zum Spielfeld. Wahrscheinlich ist nicht nur bei unserer Mannschaft, sondern auch bei mir die Saisonluft so langsam draußen.
Nach dem Spiel formierte sich die Herde nach einigen Zu- und Abgängen wieder neu, um noch einmal das Brauhaus aufzusuchen. Diesmal sogar mit ein bisschen Busfahrt. Öff-Öff!
Weil keine Übernachtung geplant war, mussten wir halbwegs zeitig zum Zug, damit wir nicht mitten in der Nacht heimkommen. Da wussten wir allerdings noch nicht, dass wir später einen ungeplanten längeren Aufenthalt in Treuchtlingen haben würden …
Naja, wie immer haben wir es doch alle heimgeschafft (Hoffe ich zumindest). Ich mache jetzt erstmal einen Ruhigen bis zum nächsten und letzten Heimspiel. Ist dringend nötig!
München, 26.04.2026, Grünwalder Stadion, TSV 1860 München - SSV Ulm (3:2)
Ich will nicht lügen. Vom gestrigen Spiel habe ich noch weniger mitbekommen als sonst. Den Fahnen kann ich leider keine Schuld geben. Es lag daran, dass ich unbedingt schon um 10:30 Uhr am Candid sein musste, um Eva und mir einen Meisterschaftsschal zu sichern.
Weil so früh niemand von den üblichen Verdächtigen da war, musste ich mich mit der Familie Augustiner unterhalten. Nach und nach trudelten auch die anderen ein. Weil wir erst ca. 13:15 Uhr in Richtung Stadion starteten, hatten bei mir schon vor dem Betreten Hopfen und Malz gewonnen. Dazu dann noch die pralle Sonne als Bierbeschleuniger … aber schön war’s!
Eva und ich sind recht schnell in H umgezogen, wo wir gemeinsam mit Carl (oder Karl? Oder ganz anders?) – egal, wir brüllten und hüpften, als ob es kein Morgen gäbe. Aber wie ich heute weiß, gibt es doch eins.
Groundhopping-Sandwich Teil 3:
Sonntag, 19.04.: SC Freiburg – 1. FC Heidenheim (2:1)
Merke: Wenn du mit Aaron und Demian unterwegs bist, fällt ausschlafen aus! Da hilft auch keine durchzechte Nacht! Peter witzelte schon ab 7:30 Uhr, dass sie jetzt gleich vor der Tür stehen. Ausnahmsweise hat er mal keinen Quatsch erzählt. Tja und da mach dich mal in Ruhe fertig, wenn die Jungs schon in Sichtweite neben dem Auto stehen!
Also dann ohne Frühstück zu dritt auf die Rückbank gequetscht und auf nach Freiburg. Erst hieß es noch, wir halten bei einem Bäcker. Aber ich habe den Verdacht, dass Aaron extra Gas gegeben hat, wenn einer in Sicht war. Im Gegensatz zu uns hatten die Zwillinge nämlich bereits gefrühstückt.
In Freiburg angekommen, war es schon spät genug fürs Mittagessen. Also kehrten wir im Bierbrunnen ein. Anders als der Name suggeriert, haben wir dort tatsächlich nur gegessen. Und wie es der Zufall will, war es eine Freiburger Supporter-Kneipe. Nach der Stärkung stellten wir fest, dass wir vom Lokal aus zu Fuß zum Europa-Park Stadion gehen können. Glückliche Fügung, geplant war das nicht.
Wir waren mal wieder sehr früh dran. Noch kein Einlass. Dafür aber eine sehr lange Schlange, bei der wir uns brav anstellten. Zum Glück hatten wir doch noch die Idee, mal zu schauen, wo wir uns da eigentlich anstellen. War natürlich verkehrt. Beim richtigen Eingang gab es keine Schlange.
Im Block waren wir etwas erstaunt über die große Anzahl an Kindern. Des Rätsels Lösung: Wir waren im Familienblock gelandet. Nach den zwei doch recht intensiven Spieltagen waren wir gar nicht so unglücklich, dass es mal nicht so wild zuging. Und die Sicht war super.
Aber irgendwas ist ja immer: Hinter mir stand ein Kind, das das ganze Spiel hindurch mit Quietschestimme kommentiert hat. „Da steht einer! Spring hoch! Gut gemacht!“ Der Bub war jetzt nicht völlig ahnungslos, immerhin kannte er die Namen der Spieler. Aber wenn man selbst kein kleines Kind mehr hat, fehlen einfach die rettenden Hormone, um das zu ertragen. Zwei große Weinschorle konnten die aufkommende Aggression aber unterdrücken.
Zum Spiel: Zwei Ligen weiter oben – das merkt man halt doch. Unsere Spieler können kein bisschen dagegen anstinken. Für den 1. Torschützen Johan Manzambi (24‘) hätte ich meinen Platz im Auto aufgegeben und wäre mit dem Zug gefahren. Aber die 30 Millionen wird der TSV wohl nicht locker machen. Den 2. Freiburger Torschützen Maximilian Eggestein (83‘) hätte ich auch nicht von der Rückbank gestoßen. Aber 10 Millionen sind halt immer noch zu viel für uns.
Dann vielleicht Budu Zivzivadze vom FCH, Torschütze zum 1:1 (59‘)? 1,2 Millionen, puh, da müssten wir meinen Haugen-Schatz verkaufen. Aber das wird uns wohl ohnehin blühen. Aktuell sieht es jedoch ganz so aus, als ob Heidenheim absteigt. Vielleicht wird Zivzivadze dann billiger? Oder könnte es eine Ermäßigung geben, weil man seinen Namen kaum aussprechen kann? Träumen darf man ja noch …
Es blieb also beim für den FCH fatalen 2:1 und wir machten uns auf den Heimweg. Jetzt waren wir doch alle ziemlich durch und freuten uns auf zuhause. Aber wir sind uns alle einig: Es war ein geiler Trip!
Stay tuned! Morgen gibt es noch einen kleinen Exkurs nach Frankreich. Es haben nämlich nicht alle gefeiert nach unserem Spiel am Samstag …
Groundhopping-Sandwich Teil 2:
Samstag, 18.04.: 1. FC Saarbrücken – TSV 1860 München (0:0)
Nach dem feuchtfröhlichen Vortag waren wir nicht ganz so fit. Das hielt uns aber nicht davon ab, zu einer schwachsinnig frühen Zeit beim Ludwigsparkstadion zu sein – ca. eine Stunde vor Öffnung.
Kein Problem! Vor den Stadien gibt es ja immer ein reiches Angebot an alkoholischen Erfrischungsgetränken. Nicht so in Saarbrücken! Dieses gravierende Manko hatten wir trotz wiederholter Besuche erfolgreich verdrängt.
Da standen wir also wie bestellt und nicht abgeholt auf dem großen Parkplatz. Aber es mussten ja gleich Fanbusse kommen, die haben sicher was zu trinken!
Und was kam? Ein Bus mit lauter Senioren. Nur drei jüngere Männer waren dabei. Das Pflegepersonal vielleicht? Aber warum waren die rotzbesoffen?
Zwischendrin lief ein Mann mit Kamera herum, der Leute für die Saarbrücken-Version von „Rise and Fall“ interviewen wollte. Darauf hatte natürlich keiner Bock. Bis auf – ihr ahnt es – die rotzbesoffenen Scheinpfleger. Ein großer Pluspunkt für unser Image!
Langsam trudelten auch die weiteren Fanbusse ein. Aber jetzt waren wir schon so nah an der Stadionöffnung, da wollten wir uns den Platz ganz vorne am Eingang nicht nehmen lassen. Kleiner Tipp: Falls ihr blind seid, nehmt lieber nicht euren Stock mit ins Ludwigsparkstadion, der könnte euch beim Einlass abgenommen werden!
Drinnen haben wir schnell den ersten Durst gestillt und auf die Schals für Dane gewartet, die dann auch bald eintrafen. Großes Kompliment, das war wirklich eine tolle Aktion und eine hervorragende Orga! Danke auch an die Fans, die alle so gut mitgemacht haben. Was für ein Bild! Hammer!
Über das Spiel bewahren wir lieber Stillschweigen.
Die schwache Leistung unserer Löwen hatte zum Glück keinen Einfluss auf den Support. Der war mal wieder großartig. Für die stimmungsvolle farbliche Kulisse war ebenfalls gesorgt.
Irgendwann zwang mich der Bierdurst in Richtung Ausgang. Nach dem Limbodance unter diversen Bannern und Stangen war klar: Diesen Weg gehe ich nicht mehr rauf. Schon gar nicht mit Getränken! Also habe ich Schwein mein Bier allein getrunken.
Für die zweite Halbzeit suchte ich mir ein Plätzchen ganz links. Ein Ratschlag für den armen jungen Burschen neben mir: Wenn deine Freundin kein Fußball mag, lass sie lieber zuhause. Dann regnet es auch keine Asche auf sie.
Nach dem Spiel ging es zum Feiern – mit jeder Menge Heimfans. Teils bereits bekannt, teils neu kennengelernt. Im Reichseck war alles völlig entspannt. Ich bekam kalte Nudeln serviert und tauschte mit dem Saarbrückener Capo meinen Schal. Dann zogen wir weiter zum Klimbim. Dort war es superlustig mit meterweise Bieren und sehr netter Gesellschaft (von Gerhard, Michael, Harry & Co.) – bis uns schließlich nahegelegt wurde, die Lokalität zu verlassen.
Wir ließen uns die Laune nicht verderben und schlugen im Gleis 50 auf. Was für ein bizarrer Laden mit einem noch bizarreren DJ! Das Bier wurde uns als Sechzgern aber zunächst verweigert. Es musste erst ein freundlicher Einheimischer für uns bürgen.
Amüsiert haben wir uns trotzdem. Und getanzt wie die Wilden. Ich durfte sogar einen Poledance hinlegen. Zwei Personen hievten mich hoch und ich hing wie ein nasser Sack an der Stange. Aber mit viel Hilfestellung drehte ich mich dann doch. Mein Auftritt soll angeblich auf YouTube zu finden sein. Ich schau lieber nicht nach.
Leider endete der Aufenthalt wieder unerfreulich. Wir sollten uns gefälligst schleichen, weil die Ultras in Kürze dort eintreffen sollten. Eva und ich machten uns direkt auf den Weg nach draußen. Aber wo war Peter schon wieder abgeblieben? Wir denken schon seit längerem über die Anschaffung eines Kindergeschirrs nach ...
Nach einem kurzen Zwischenstopp im „Kentucky schreit ficken“ kamen Eva und ich im Hotel an, wo wir zum Glück einen heilen Peter vorfanden.
Stay tuned! Morgen gibt es den 3. Teil: SC Freiburg – 1. FC Heidenheim
Elversberg, 17.04.2026, Waldstadion an der Kaiserlinde, SV Elversberg - Karlsruher SC (3:0)
Letztes Wochenende hatten Aaron, Demian, Eva, Peter und ich ein Groundhopping-Sandwich: Elversberg, Saarbrücken, Freiburg. Weil das für einen Spielbericht zu viel ist, gibt es diesmal einen 3-Teiler.
Teil 1: Freitag, 17.04.: SV Elversberg – Karlsruher SC (3:0)Unsere Jungs starteten in der Früh mit dem Auto in Fischbachau, sammelten mich in Pasing auf dem „Pennerparkplatz“ ein und schließlich Eva und Peter in Sulzemoos. Auf ging‘s nach Saarbrügge! Da Elversberg quasi ums Eck ist, hatte es sich angeboten, gleich zwei Nächte dort zu bleiben.
Wir kamen gut durch und ca. um 13 Uhr an. Es war also noch reichlich Zeit, sich den Autogrind abzuwaschen (zu dritt auf der Rückbank) und trotz Parkplatzproblemen sogar zum Essengehen in der L’Osteria. Ich empfehle die Pizza in Wagenradgröße.
Im Anschluss ging es zum Waldstadion Kaiserlinde (vulgo: Ursapharm-Arena). Schon wieder massive Parkplatzprobleme! Was der SV Elversberg macht, wenn er irgendwann aufsteigt, ist uns ein absolutes Rätsel. Gezwungenermaßen stellten wir das Auto eine gute Meile entfernt ab. Dann also zu Fuß zum kleinen Dorf mit der schwarz-weißen Mannschaft.
Angekommen gab es auf der „Partymeile“ ein Wiedersehen mit bzw. Kennenlernen von Polizist Phillip, der uns netterweise Karten besorgt hatte. Noch auf einen Kranz zu Saarbrücken-Fan Harry und dann aber husch-husch ins Stadion.
Wir hatten uns strategisch gut verteilt, um die maximale Spielerfahrung mitzunehmen: Peter im Gästeblock, unsere Jungs auf Sitzplätzen, Eva und ich dort, wo die Elversberger Ultras gestanden hätten, wenn es denn welche gäbe. Anwesend waren drei Vorsänger Modell Schwiegermamas Liebling, die aber sichtlich Spaß hatten und sich ordentlich ins Zeug legten.
Trotzdem mussten Eva und ich den Support ein bisschen aufpeppen. Universell einsetzbares Liedergut gibt es ja zur Genüge. Während Eva die kritischen Stellen einfach ausließ, sang ich dreist die Löwen-Version. Hätte ich von einem Elversberger einen Arschtritt bekommen, hätte ich mich nicht beschweren dürfen. Streng genommen darf man ja weder als Sechzger noch als Groundhopper Fremdvereine supporten, aber das war uns an dem Abend herzlich wurscht.
Der SV Elversberg fand es auf jeden Fall so super, dass er den KSC mit 3:0 in den Boden stampfte. Gegenwehr seitens der Gäste Fehlanzeige. Und was wir feststellen mussten: Oft sieht der Support aus der Ferne viel besser aus, als er eigentlich ist. Eva und ich hatten den Eindruck, dass die Gästefans ordentlich Stimmung machten. Peter klärte uns dann später auf, dass sie gerade mal vier Lieder im Repertoire hatten.
Nach dem Spiel traf sich die Gruppe Groundhopping 1860 wieder. Es ging noch zur Partymeile und in die legendäre Kaiserlinde auf ein paar Biere. Wahrscheinlich wären es einige mehr geworden, wenn uns unsere enthaltsamen Zwillinge nicht zur Raison gerufen hätten.
Nun waren wir aber auch endgültig geplättet und bettreif. Es soll eine Person gegeben haben, der es nicht ganz so gut ging und die Probleme mit der Bettritze hatte. Aber das halte ich für ein Gerücht.
Stay tuned! Morgen gibt es Teil 2: 1. FC Saarbrücken – TSV 1860 München
München, 12.04.2026, Grünwalder Stadion, TSV 1860 München - SSV Jahn Regensburg (2:2)
Echt schade
So blöd es klingt: Das Ergebnis des gestrigen Spiels hat mich mehr enttäuscht als die Klatsche in Cottbus. Denn mit der hatte ich gerechnet. Gegen den SSV Jahn, so dachte ich, werden wir schon gewinnen. Stattdessen ein doofes Unentschieden, was irgendwie gar nicht so gerecht war. Vor allem wäre ein Sieg für die Mannschaft (und natürlich auch für uns) superwichtig gewesen. Nicht, weil es noch um irgendetwas gegangen wäre. Aber einfach so fürs Ego. Damit wir die Saison noch schön zu Ende bringen und nicht einfach nur ausplätschern lassen.
Positiv fand ich, dass der Support gestern stark war. Ob das am Engagement in meinem direkten Umfeld lag oder daran, dass die Event-Fans Platz für echte Fans gemacht haben – keine Ahnung. Hauptsache es war so.
Jetzt heißt es, noch ein paar Tage Wunden lecken, bis wir in Saarbrücken hoffentlich wieder bis über beide Löwenohren strahlen können.
Cottbus, 04.04.2026, Stadion der Freundschaft, FC Energie Cottbus - TSV 1860 München (3:0)
Ganz egal in welcher Liga
Es hatte alles so schön angefangen. Eine angenehme Autofahrt nach Cottbus, ein schickes Hotel. Dann noch eine Stärkung in der Altstadt mit einer freundlich-friedlichen Mischung aus den Fans beider Vereine. Ein kleiner Fußmarsch zum Stadion – ohne Begleitung, da nicht vom Bahnhof kommend. Geschadet hat es uns nicht. Obwohl wir uns mal wieder dreist durch die Horden von Heimfans geschlängelt haben. Der Ordner, den wir nach Block O fragten, bekam allerdings Schnappatmung.
Drinnen am Bierstand trudelten nach und nach die üblichen Verdächtigen ein und auch einige nicht ganz so häufig anzutreffende Kandidaten. Weil ich mehr oder weniger zufällig mit dem Jungvolk in den Block reingerutscht war, blieb ich dort noch ein bisschen stehen. Bis mich dann die Nachricht erreichte, dass viele meiner Hauptstadtlöwen weiter oben stehen und mich vermissen. Also nix wie rauf zum Umarmen und Abknutschen.
Trotz der schwachen spielerischen Leistung war die Stimmung im Block hervorragend und wir gut Tausend angereisten Löwenfans waren ordentlich laut. Auswärts ist halt einfach geiler. Sogar an einem fucking Dienstag. Nur musste ich wieder einmal feststellen, dass ich zum Fahneschwenken leider zu blöd bin. Haltet die Dinger besser fern von mir!
Tja, aber dann kam es, wie es kommen musste: Unsere Löwen stolperten mal wieder orientierungslos durch die Gegend und ließen eine Lücke nach der anderen offen. Man konnte fast meinen, dass zwischendrin ein paar Spieler eine Pinkelpause machten. Das erste Tor war also nur eine Frage der Zeit. Verwunderlich, dass es doch fast eine halbe Stunde dauerte, bis es fiel (Engelhardt, 29‘). Und weil’s so schön war, gleich noch eins hinterher (Engelhardt, 33‘). Obwohl unser Team ja geradezu darum bettelte, blieb es bei diesem Spielstand bis zum Ende der ersten Halbzeit.
Kurzes Aufatmen in der Halbzeitpause. Vielleicht geht ja in der zweiten Halbzeit ein Ruck durch die Mannschaft? Ein bisschen schon. Aber gereicht hat es bei weitem nicht. Und ein Haugen kann ganz alleine eben auch keine Tore schießen. Auch wenn ich ihn im Geiste ganz fest darum gebeten habe. Stattdessen Tor Nummer drei von Engelhardt (66‘). Spätestens jetzt war klar: Der Kas is bissn. Wären noch weitere Tore nachgekommen, hätte uns das auch nicht mehr gejuckt. Trotzdem gab es bis zum Schluss sehr guten Support. Sogar als die sichtbar geknickte Mannschaft vorne an den Zaun kam. Lang blieben sie nicht. Die Busfahrt nach Hause wird sehr ruhig gewesen sein.
Eva, Peter und ich sowie einige andere Löwen mussten zum Glück nicht direkt die Heimreise antreten. So konnten wir uns noch ein letztes Bier im Stadion ergattern, gemütlich in die Stadt latschen und uns dort noch einen Absacker gönnen. Aber dann waren wir doch etwas platt. Eine kurze Diskussion darüber, ob man jetzt von Zwickelbier oder von Süßkartoffelpommes furzen muss, führte nicht zu einer Einigung. Aber zum Glück war bis zu unserem 3er-Zimmer die Luft schon draußen.
Bei der Heimfahrt trennten sich dann unsere Wege. Für Eva und Peter ging es weiter zur Ostsee, für mich mit dem Zug nachhause.Noch viermal schlafen und dann ruft die Pflicht schon wieder. Der Jahn will vernichtend niedergeschlagen werden! Und ich werde mir wieder die Seele aus dem Leib brüllen, bitten, bibbern und flehen. Sechzig München meine Liebe, du wirst niemals untergehen! Ganz egal in welcher Liga, wir werden immer zu dir stehen!
München, 04.04.2026, Grünwalder Stadion, TSV 1860 München - SV Waldhof Mannheim (1:1)
Toto-Pokal-Halbfinale
Regensburg, 28.03.2026, Jahnstadion, SSV Jahn Regensburg - TSV 1860 München (0:1)
Ein Spiel so ganz ohne aktive Bier- und Fanszene ist ja erstmal etwas gewöhnungsbedürftig. Aber ganz so schlimm war es nicht, mal keinen Rausch im und keine Fahnen vorm Gesicht zu haben. Nur blöd, dass ich heute gar keine Ausrede habe, warum ich das Spiel nicht schlau kommentieren kann. Ah, doch! Meine Füße, meine Füße haben so elendig wehgetan! Merke: Ziehe in enge Schuhe keine dicken Socken an! Gestern wusste ich das leider noch nicht, weswegen ich die zweite Halbzeit barfuß rumstehen musste.
Aber fangen wir von vorne an: Da ich ohne meine beiden Dauerbegleiter Eva und Peter angereist bin, musste ich mir Anschluss suchen, den ich dann bei drei Giesinger Löwen fand. Trotz der frühen Abfahrt um 8:23 Uhr war der Regio nach Prag bummsvoll. Weil keiner der drei Herren ein Bier zu viel dabei hatte (Was für eine blöde Frage!), war auch die Zugfahrt schon etwas trocken. Ja, ich weiß, hätte man drandenken können. Aber wer zu dicke Socken anzieht, dem passiert halt auch sowas.
Am Bahnhof dann ein freudiges Wiedersehen mit meinem Hauptstadtlöwen-Andi und einem kühlen Augustiner. Wir liefen erst ein wenig planlos durch die Innenstadt, um schließlich für eine flüssige und feste Grundlage im Hacker-Pschorr-Wirtshaus im alten Augustinerkloster einzukehren. Dann wieder retour zum Bahnhof, wo wir den Jahn-Shuttle zum Stadion nahmen.
Obwohl als einzige Löwen im Bus deutlich erkennbar, waren alle friedlich und sogar freundlich. Nur der Ausstieg war für uns ziemlich ungünstig gelegen, weswegen wir etwas abenteuerlich zum Busparkplatz gelangen mussten. Dort wieder mehrfache Wiedersehensfreude und ein schnelles Bier, bevor wir Richtung Gästeeingang marschierten.
Unser Block war angenehm gefüllt. Will heißen, man hätte problemlos zum Bieseln gehen können, was ich ausgerechnet gestern nicht musste. Weil, wo kein Bier, da kein Harndrang. Ich war ja gespannt, wie wir uns anstellen, so ganz ohne Vorsänger. Aber wir machten unsere Sache recht ordentlich, bis dann endlich die Erlösung kam – in Gestalt eines ca. zehnjährigen Burschen mit seinen beiden Kumpels.
Capo, nimm dich in Acht, da ist Konkurrenz im Anmarsch! Unser Youngster erwies sich als sehr durchsetzungsfreudig und textsicher (Warum seid ihr Huren so leise?!). Der ganze Block hing an seinen Lippen, um schnellstmöglich einzustimmen. So schade, dass ich kein Foto von dem Dreier-Team posten darf. Aber ihr könnt euch sicher sein: Die haben wir nicht zum letzten Mal gesehen!
Das Spiel? Ihr habt es ja alle gesehen und gelesen: Wir kamen stark rein und hingen dann die restliche erste Halbzeit durch. In der zweiten ging es dann turbulenter zu. Haugen hat endlich sein Sandra-Foto-Trauma überwunden und beschenkte uns mit dem entscheidenden Tor (54‘). Dass wir das Spiel gewonnen haben, lag aber auch an einem Dähne, der über sich rausgewachsen ist.
Aber wie auch immer: Es war saumäßig spannend! Wir haben gefiebert ohne Ende und uns bei der Mannschaft für den Einzug ins Toto-Pokal-Finale gebührend lautstark bedankt. Man hat den Jungs angemerkt, dass sie selbst superglücklich darüber waren. So sehr wie sich unser Siggi im Fan-Support gesonnt hat, könnte man fast meinen, dass er nächste Saison bei uns bleibt. Ach, wie wär das schön!
Die Laune war also topp – bis wir am Zaun jäh gestoppt wurden. Regensburg erwies sich leider als genauso unfähig wie Ingolstadt, was die Organisation von Shuttle-Bussen angeht. Warum eigentlich Plural? Ein einziger geschissener Bus wurde für Tausende von Löwenfans bereitgestellt. Die wussten schon, warum sie uns kein Bier geben. Denn zu diesem Zeitpunkt hätte die Stimmung leicht kippen können.
Gut, irgendwann haben wir uns dann doch in den Shuttle gequetscht und ab Richtung Bahnhof. Dort dann Abschied von Hauptstadtlöwen-Andi und weiter Richtung Brauhaus am Schloss. Mit einer bunt gemischten 10er-Gruppe altbekannter, frisch bekannter und neuer Löwengesichter. Das Bierdefizit wurde mit zwei Fassln erfolgreich behoben. Für einen Teil von uns ging es dann wieder Richtung Heimat. Ob Hauptstadtlöwen-Andi inzwischen auch angekommen ist? Ich hoffe es sehr. Seine letzte Statusmeldung war eine Verspätung von über fünf(!) Stunden.
Duisburg, 22.03.2026, Schauinsland-Reisen-Arena, MSV Duisburg - TSV 1860 München (2:1)
Mit Leib und Seele ...
... haben wir gebrüllt, geklatscht und gesungen. Ab dem Betreten der Gästekurve, bis der letzte unserer Spieler das Spielfeld verlassen hatte. Was für ein geiler Support! Unsere Einpeitscher haben uns jede Sekunde gefordert. Mit beeindruckendem Erfolg: selbst »die Schweine da unten« haben sich nicht getraut, sich zu drücken. Wie auch, wenn man fürchten musste, dass der Sängerknabe zu unserer Rechten gleich explodiert!
Tja, so viel Action hatten wir uns nicht erwartet, als wir bierlos im SEV nach Altenbeken saßen. Erzwungene Rauschpause, da kein Klo im Bus und 1 Stunde 40 Minuten Fahrt. Aber wie (fast) immer haben wir das Stadion mit reichlich Puffer erreicht. Genug Zeit also, um sich zu abieratisieren.
Aber dann rief ja auch gleich die Singpflicht! Sorry dass ich schon wieder damit anfange, aber wir waren gestern wirklich begeistert. Viel Abwechslung beim Liedergut und auch besser auf den Spielverlauf abgestimmt. Gerne weiter so!Da holt ihr die Fans im Grünwalder vielleicht auch mal aus ihrer Tranigkeit raus!
Dass wir keinen Punkt mitnehmen konnten, hat natürlich schon geschmerzt. Weil unsere Jungs echt Einsatz gezeigt haben und meines Erachtens die bessere Mannschaft waren. Aber gestern hatten wir halt mal wieder Pech. Es war Bitter in der 60' (ausgerechnet!).
Einen gegebenen Elfmeter kann man natürlich als »Glück« werten. Aber auch den muss man ja erstmal verwandeln, was Thore wieder gewohnt zuverlässig erledigt hat (69'). Ich kann mich noch an eine Zeit erinnern, in der unsere Mannschaft nach einem Tor zum 0:1 gar nichts mehr zerrissen hat, sondern in Schockstarre verfallen ist. Aber inzwischen ist davon nichts mehr zu spüren.
Trotzdem sind wir vielleicht doch noch nicht reif für die 2. Liga (und unser Ticketshop gleich fünfmal nicht). Das hat das späte Tor von Topken (90') leider untermauert. Es ist wohl noch nicht alles verloren. Aber einen Ausrutscher dürfen wir uns nicht mehr erlauben.
Sollte es mit dem Aufstieg nicht klappen, würde ich mir sehr wünschen, dass die Mannschaft nicht wieder völlig zurechtgestutzt wird und dass wir unseren Trainer behalten. Ich schätze Kauczinskis überlegte und unaufgeregte Art. Er hätte meine ich schon das Potenzial, dieses Team in Liga 2 zu geleiten.
Aber jetzt heißt es erstmal ein paar Tage Durchschnaufen bis zum Totopokal-Halbfinale in Regensburg (quasi Generalprobe). Ich werde berichten!
München, 14.03.2026, Grünwalder Stadion, TSV 1860 München - SV Wehen Wiesbaden (0:0)
Spontaner Doppelpack mit Folgen
Wenn man Hals über Kopf das Haus verlässt, um noch kurzentschlossen unsere U21 gegen Pipinsried und ein paar Plusgrade zu genießen, wird es zwangsläufig chaotisch: Der Bierzeitplan verschiebt sich nach vorne, die Frisur ist vom Winde verweht und die Augen fallen zu.
So kann es dann sogar passieren, dass man ein „Nacktbild“ mit Haugen versaut.
Wobei der Fotograf schon hätte wissen müssen, dass man bei so einer Gelegenheit nicht eine, sondern Minimum zehn (ach was 100!) Aufnahmen macht, damit was Gscheites dabei ist.
Zu Peters und meiner Verteidigung muss ich sagen, dass wir beide noch vom Ticketkauf traumatisiert waren. Dieses im Kasernenton gebellte „Achtzehn Euro!!!“ habe ich heute noch in den Ohren! Wir wurden aber reichlich entschädigt mit vielen kühlen Bieren und noch mehr freundlichen Gesichtern – was jedoch der Aufmerksamkeit wieder etwas abträglich war.
Rein tortechnisch gab es ja in der ersten Halbzeit ohnehin nichts zu sehen – und auch den Großteil der zweiten. Hätte ich auf dem Weg zum Klo nicht den Gernot getroffen, hätte ich das 1:0 auch noch verpasst. Aber das freudige Wiedersehen hat mich zum Glück lange genug aufgehalten.
Tja, irgendwie dauerte alles länger als gedacht, sodass wir den Treffpunkt Candid erst mit viel Verspätung erreichten, was auf Kosten des nächsten Dates ging (Sorry, Seppi!). Denn geschickterweise musste ich um 15 Uhr schon wieder zur DK-Übergabe am Materialeingang sein. Und wenn man dann schon am Stadion ist, geht man natürlich auch rein. Hallo, Early-Bird-Bier! Hallo, Oberlandlöwen! Hallo, Hauptstadtlöwen!
Vielleicht hätte ich die Zeit besser zum Aufwärmen nutzen sollen. Denn es wurde unerbittlich feuchter und kälter. Nach der zweiten Halbzeit war ich drauf und dran, das Stadion zu verlassen, weil ich sowas von durchgefroren war. Stattdessen versuchte ich es mit diversen Stellungswechseln. Musste aber einsehen, dass es in H auch nicht wärmer ist als in J. Naja, ich hab‘s überlebt, aber gut geht’s mir nicht heute.
Dass Haugen kein Tor geschossen hat, muss ich auf meine Kappe nehmen. Dem ist unser Foto wahrscheinlich auch noch in den Knochen gesteckt. So blieb es dann leider beim 0:0 gegen Wehen Wiesbaden. Kein sechster Sieg in Folge. Aber immerhin ungeschlagen. Wir bleiben also im Rennen!
Hoffentlich können wir nächsten Sonntag bei den Zebras wieder an unsere Glückssträhne anknüpfen! In Anbetracht der beschissenen Terminierung wird der Fan-Support wohl etwas kleiner ausfallen (wir müssen also umso lauter sein). Aber so schlimm kann kein Termin sein, dass so wenige Löwen anreisen wie Wiesbadener. Ich nenne die jetzt nur noch das traurige Eck.
Die Retro-Tour nach dem Spiel war leider enttäuschend. Im Blue Adria war es nicht so toll und die Kleine Kneipe wird jetzt endgültig von der Liste gestrichen. Gegen die Barfrau ist der Ticketmann ja der reinste Sonnenschein. Wir haben das zwar schon oft genug erlebt, aber irgendwann reicht’s einfach.
Stattdessen sind wir dann zu einem After-Game-Vorspeisenteller beim Türken in meiner Straße gelandet – und Eva und Peter auf meinem Sofa. Cha-PüüüüüüH!
Köln, 07.03.2026, Sportpark Höhenberg, Viktoria Köln - TSV 1860 München (1:2)
Ich hab noch ein Deo in Köln
Da gibt man sich solche Mühe, sein ganzes Übernachtungszeug in eine kleine Umhängetasche zu pressen und dann wird einem bei der ersten Kontrolle das Deo konfisziert. Kein Spray, wohlgemerkt, sondern ein windiger Plastikroller. Na ja, Vorschrift ist Vorschrift. Ob’s Sinn macht oder nicht, ist eine andere Frage.
Gut, so sehr schwitzen mussten wir ja nicht beim gestrigen Spiel und ich habe mir sagen lassen, dass man auch ohne Deo nicht stinkt, sofern man sich wäscht. Und überhaupt darf ich nicht meckern. Denn die Anfahrt war trotz fehlender Eva recht kurzweilig und die Ankunft sogar pünktlich. Meine große Sorge, nicht rechtzeitig im Stadion anzukommen, erwies sich als völlig unbegründet. Peter und ich mussten sogar noch ein bisschen warten, bevor wir eingelassen wurden.
Ach, ich hatte ganz vergessen, wie klein, charmant und abgeranzt der Sportpark Höhenberg ist. Trotz der geringen Größe ist es mir gelungen, den Peter mehrfach zu verlieren, sodass ich das Tor zum 1:0 (Volland, 38‘) mit einer fremden Person bejubeln musste (Sorry, ich muss dich jetzt mal umarmen, weil sonst ist grad keiner da!).
Wir hatten auch dieses Mal Flutlicht und Nebel und wieder schöne Choreo und Pyro, sodass das Spiel zugegebenermaßen ein wenig in den Hintergrund rückte. Die im Vorfeld reichlich konsumierten Biere in absteigender Qualität waren wahrscheinlich der Aufmerksamkeit auch nicht förderlich.
Peter war immer noch unauffindbar, aber dafür traf ich zu meiner Freude zwei meiner Hauptstadtlöwenvorstandskollegen – und natürlich jede Menge der üblichen Verdächtigen.
So richtig viel gibt es zum Spiel als solches nicht mehr zu erzählen. Außer: 5. Sieg in Folge, wie geil ist das denn? So durften wir uns kurzzeitig auf Platz 4 der Tabelle sonnen. Aktuell sind wir schon wieder einen runtergerutscht.
Peter und ich fanden dann doch noch irgendwann zusammen und sogar zum Hotel, das zwar vom Zimmer her sehr rudimentär war, aber dafür ein Restaurant mit iranischer Küche hatte. Bier hatten sie zum Glück keins. Sonst wäre ich heute noch schlechter beieinander gewesen – was in Anbetracht der doch recht chaotischen Rückfahrt ein Wink des Schicksals war. Wobei ein Konterbier bekanntermaßen ja vieles wieder in Ordnung bringt.
Jetzt bin ich doch ganz froh, eine Woche Pause zu haben. Aber: So langsam wird es richtig spannend. Sollten wir etwa … oder sogar …? Nein, nein, bloß nichts hoffen und schon gar nicht glauben, sonst geht es gleich fünfmal schief.
München, 03.03.2026, Grünwalder Stadion, TSV 1860 München - FC Erzgebirge Aue (2:1)
Neblig war‘s, der Mond schien helle
In meinen Spielberichten kommt ja immer wenig Spiel vor, aber heute lasse ich es mal ganz weg. Wen‘s interessiert, der hat‘s ohnehin gesehen oder darüber gelesen.
Aber was nicht jeder erleben durfte, war die unglaublich geile Atmosphäre im Stadion gestern. Es ist ja immer eine Wundertüte, wie sich so etwas entwickelt. Bei einem Dienstagabend-Spiel hätte ich nicht damit gerechnet.
Klar, Flutlicht natürlich immer superschön. Aber dann kam ein Frühlingsvollmond hinzu und magische Nebelschwaden zogen übers Spielfeld. Fast wie bestellt – denn ohne sie hätte die Pyro nicht diesen phänomenalen Effekt gehabt. Ja, da stand man dann mittendrin. Einerseits in der Hoffnung, dass es nicht so schnell aufhört. Andererseits bangend, dass das Spiel komplett abgebrochen wird.
Doch das ist ja zum Glück nicht passiert. Stattdessen hat Sechzig gegen Aue den vierten Sieg in Folge eingefahren, was uns mal kurz auf Platz 5 der Tabelle katapultiert hat. Da wird einem schon fast schwindlig.
Die Fans haben es wohl schon geahnt, denn Stimmung und Support waren gigantisch. Das sind Momente, in denen man das „Einmal Löwe, immer Löwe“ so richtig feiert.
Hoffenheim, 27.02.2026, Dietmar-Hopp-Stadion, TSG Hoffenheim II - TSV 1860 München (1:2)
Arbeitsauswärtsfahrt mit Happy End
Es hatte ja alles so schön angefangen gestern. Ich durfte netterweise bei den Vierkirchener Löwen im Bus mitfahren. Die Stimmung war dank schönem Wetter, reichlich Bier und lustiger Leute bestens. Vor allem ahnten wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass wir trotz Abfahrt um 12:30 Uhr erst kurz vor Anpfiff im Dietmar-Hopp-Stadion sein sollten.
Unser großer zeitlicher Puffer schwand von Stau zu Stau. Das letzte Stück zum Stadion ging dann gar nichts mehr. Der Busparkplatz war angeblich voll und wir mussten irgendwo mitten in der Pampa aussteigen, um das restliche Stück zu laufen. Leider auch ohne einen Plan, wo und wie wir nach dem Spiel unseren Bus samt freundlichem Fahrer wiederfinden sollten.
Der Fußweg zum Stadion war zwar von der Strecke her überschaubar. Aber die Beschaffenheit eine echte Frechheit. Für Rollstuhlfahrer oder ältere Leute, die nicht so gut zu Fuß sind, nicht machbar.
Entsprechend mies gelaunt kamen wir dann beim Stadion an, wo uns direkt ein hoffenheimlos überfüllter Bierstand erwartete. So dass wir dann das erste Tor (Philipp, 2‘) nur hören konnten – im Aufgang zur Gästetribüne. Wir „hoppten“ von Eingang zu Eingang, um einen vernünftigen Platz zu finden. Alles viel zu voll und lauter Scheißsitzplätze im Weg. Wenigstens fanden wir schließlich die restlichen Oberlandlöwen, die schlauerweise sehr viel früher mit dem Auto losgefahren waren.
Im gesamten Gästeblock ging es ziemlich chaotisch zu, weil ja die meisten erst viel zu spät angekommen waren – inklusive der aktiven Fanszene. Auch unsere Spieler waren sichtlich durcheinander. Abgesehen von dem Tor (das wir ja nicht sehen konnten) war die erste Halbzeit ein ziemlich planloses Rumgestolper inklusive Gegentor (Micheler, 25‘). Da dachte ich mir, bin ich schlau und hol uns schon weit vor der Halbzeitpause ein neues Bier. Damit ich nicht so lang anstehen muss.
Tja, entweder haben das sehr viele andere auch gedacht oder es waren einfach viele Fans weitaus später angekommen als wir. Wie dem auch sei – die Schlange war noch länger als vor dem Spiel. Hätte ich mich nicht ganz unverschämt seitlich reingeschlichen, würde ich wahrscheinlich noch heute dort stehen. Herzlichen Dank an den charmanten Bertl, der für mich ein Auge zugedrückt hat!
Mit neuem Bier ließ sich das Ganze doch gleich viel besser an und mit dem Steigen der Stimmung wurden auch unsere Spieler wieder besser. Und sie ließen sich auch nicht ungestraft schubsen, weswegen die Hoffenheimer leider mit einem Mann weniger auskommen mussten (rote Karte Erlein, 49‘).
Endlich kam dann auch das erlösende Tor zur 2:1-Führung (Super-Haugen, 63‘). Es folgten ein intensiver Spieler- und Kartenaustausch und dann noch ein vermeintliches drittes Tor für uns (Steinkötter, 75‘), das sich leider als Abseits entpuppte. Es blieb also beim 2:1-Auswärtssieg.
Leider konnten wir uns über den dritten Sieg in Folge nicht lange freuen, weil wir direkt losrennen mussten, um unseren Bus zu finden, was uns glücklicherweise auch gelang. Die Heimreise ging dann zwar nach dem ersten Nadelöhr sehr flott, aber für eine S-Bahn-Fahrt nach München hätte es nicht mehr gereicht. So durfte ich mal wieder bei Eva und Peter auf dem Sofa nächtigen. Auch schön.
Und jetzt noch dreimal Schlafen bis zum Heimsieg gegen Aue!
PS: An Hoffenheim II: Auch Frauen müssen pinkeln. Ein leicht auffindbares Klo wäre nett gewesen.PPS: Keiner freut sich so süß über einen Sieg wie unsere Nummer 3 Siemen Voet. Ist mir schon beim letzten Spiel aufgefallen.
München, 22.02.2026, Grünwalder Stadion, TSV 1860 München - Hansa Rostock (1:0)
Nicht ganz sauber, aber trotzdem verdient.
Es war richtig schön, nach zwei Auswärtsspielen mal wieder im Grünwalder zu sein. Ohne Eskimo-Outfit und dann noch den Angstgegner Hansa Rostock 1:0 besiegt. Was will man mehr?Dass der Handelfmeter nicht korrekt war – drauf geschissen. Es wurden so viele Fehlentscheidungen zu unseren Ungunsten getroffen, dass wir uns diesen Schiri-Joker echt verdient haben. Außerdem kann man ja auch einen Elfer versemmeln. Hat er aber nicht, unser Thore (48‘). Sondern richtig schön frech nach Panenka-Art in die Mitte des Tors reingehoben.
Der zweite Sieg in Folge, da kann man schon wieder etwas aufrechter laufen und die Nase in die Höhe halten. Was für die Nase aber vor allem fürs Auge war auch in der West geboten: Eine fette blaue Rauchwand (oder sollte ich sagen ein Smaragdzimmer?) zog neben uns in der H auf. Dass es in der G ein weißes Pendant dazu gab, konnten wir in J zu diesem Zeitpunkt aber nur ahnen.
Für meinen Geschmack war unser Block gestern mal wieder etwas singfaul. Wenn man so ziemlich alleine gegen die trotz Sonntag und langem Weg zahlreich angereisten Gästefans anschreien muss, ist das doch etwas anstrengend. Darum ging es dann in der zweiten Halbzeit rüber nach H. Auch hier hätte ich mir etwas mehr Engagement seitens der Fans gewünscht. Aber vielleicht ist man nach zweimal Auswärts einfach ein bisschen verwöhnt. Die „Heimspiel-Fans“ sind eben nicht alle mit Leib und Seele dabei. Zwischendrin haben wir aber doch eine ordentliche Lautstärke erreicht. Wenn man sich hinterher die Zusammenfassung anschaut, denkt man sich immer: Wow, doch ganz schön eine Macht!
Zum alkoholischen Rahmenprogramm sei gesagt: Das Bier im Löwenwald schmeckt immer noch genauso lack und greislig wie im Balkanwald. Trotz Pächter- und Brauereiwechsel. Im Stadion gab es dann „Leid-Bier“. Da war es ganz gut, dass man zumindest am Candid noch ein gescheites Hopfengetränk bekommen hat. Beendet wurde der Abend dann im Bummsvoll – auch liebevoll Bumsi genannt. Dort war es dann sonntagsbedingt etwas ruhiger, aber trotzdem noch sehr spaßig.
Jetzt freu ich mich sakrisch auf (einen weiteren Auswärtssieg) bei der Zweiten von Hoffenheim. Ausnahmsweise geht es diesmal mit dem Bus vom Fanclub Vierkirchen und am gleichen Tag Retour.
PS: Die Bilder sind nicht teils nicht chronologisch. Bei „Fremdfotos“ ist das nicht ganz so einfach.
Hannover, 15.02.2026, Eilenriedestadion, Havelse - TSV 1860 München (0:5)
Da Waaaaaahnsinn!
Wenn es nach den Medien ginge, müsste ich diesen Spielbericht aus dem Lazarett schreiben. Aber das blau-rote Gemetzel im Zug ist komplett ausgefallen. Zum einen, weil gar nicht so viele HS mit uns gefahren sind wie erwartet. Zum anderen, weil keiner so recht Lust auf Krawall hatte und alles sehr gesittet ablief.
In Hannover angekommen, ging es erstmal ins Hotel, aber dann auch gleich weiter zum Eilenriede-Stadion. Allerdings nicht, ohne vor dem Eingang noch ein Kaltgetränk zu erwerben. Ein taktischer Fehler, wenn man wartet, bis der große Jungvolk-Pulk anrückt und man dann doch noch anstehen muss. Aber macht ja nix, das Bier musste ja eh geleert werden.
Im Gästeblock war es dann angenehm luftig im Vergleich zur Vorwoche. Große Freude machte das Wiedersehen mit meinen Hauptstadtlöwen, die ungewohnt zahlreich angereist waren. Von Berlin aus quasi Heimspiel. Und so war dann auch gleich von Anfang an eine hervorragende Stimmung. Nicht nur, aber auch wegen unserer beiden Fanclubs.
Unsere Mannschaft hat alles gegeben, um uns die vorangegangenen Spiele wieder vergessen zu lassen. War die erste Halbzeit zwar sehr chancenreich, aber mit dem ersten Treffer durch Haugen (29‘) noch recht torarm, so gaben unsere Jungs in der zweiten Halbzeit ordentlich Gas. Wir konnten unseren Augen kaum glauben, wie ein Ball nach dem anderen im gegnerischen Kasten versenkt wurde. Besonders schön: Jeder durfte mal – Hobsch beendete seine Durstrecke (53‘), Lippmann und Steinkötter gelangen ihre jeweils ersten Saisontreffer (60‘ , 83‘) und Maier setzte dann noch einen drauf (88‘) zum 5:0.
Wäre es nicht so ein scheiß Acker gewesen, dann wäre der Sieg wahrscheinlich noch höher ausgefallen. Aber vielleicht werde ich auch schon wieder größenwahnsinnig. So wie jeder Sechzger nach einem Sieg. Sofort wird wieder rumgerechnet, was denn jetzt theoretisch noch drin wäre. Aber halten wir mal lieber den Ball flach und schauen uns an, was unsere Löwen nächsten Sonntag beim Heimspiel gegen Rostock für uns bereithalten. Von mir aus darf es gerne so weitergehen!
Das 5:0 wurde natürlich noch ausgiebig begossen. Zuerst im Gleis 96 direkt am Hauptbahnhof, weil die Hauptstadtlöwen schon recht bald den Zug zurück nehmen mussten und dann zogen wir weiter ins Brauhaus Ernst August. Erst als wir davor standen, wurde uns klar, dass wir so ziemlich genau vor einem Jahr dort schon einmal einen Sieg gefeiert hatten: das 3:1 gegen Hannover 96 II am 1. März 2025 (ebenfalls im Eilenriede-Stadion). Scheint so langsam zur Tradition zu werden. Auf jeden Fall genau das richtige Ambiente, um so einen wahnsinnigen Sieg zu feiern! Ich sag nur Faschiiiiiing! Oder Karneval, wie der Hannoveraner das nennt.
Karlsruhe, 08.02.2026, BBBank Wildparkstadion, KSC - Fortuna Düsseldorf (1:1)
Kein sonderlich spannendes Spiel, aber ein schönes Stadion!
Großaspach, 07.02.2026, WIRmachenDRUCK-Arena, VfB Stuttgart II - TSV 1860 München (2:1)
Gestern ging es mit dem Kleinbus nach Großaspach zur Begegnung unserer Löwen gegen Stuttgart II. Die Anreise war sehr cool im Kleinbus. Es gab die üblichen Kaltgetränke, „Mädchenbrause“ und Prosecco pur. Dazu, auch wenn es gar nicht passt, Gummibärchen, genaugenommen Schaummäuse mit Gummischwänzen. Es wurde viel geplappert und schon haben wir die MHPArena passiert, was uns kurz zum Träumen eingeladen hat. Ob wir irgendwann dort wieder spielen?
Vor dem Spiel haben wir uns noch in der Gaststätte zum Löwen gestärkt. Diese Idee hatten übrigens andere Löwengruppen auch. Ob die Wahl auch auf das Lokal gefallen wäre, wenn wir vorher gewusst hätten, was für ein scheußlicher Aufkleber in der Küche klebt? – Ich weiß es nicht. Zumindest haben wir dort Christian getroffen, der, zusammen mit unserer Sandra, die Hauptstadtlöwen präsentiert. Jetzt ging es gemeinsam (Oberlandlöwen und Hauptstadtlöwen) zum Stadion. Da die Schlange der Busse sehr lang war, haben wir beschlossen auf das Privileg einen Busparkplatz vor dem Stadion zu bekommen, zu verzichten und sind dafür ca. 10 Minuten, teilweise querfeldein zum Stadion gelaufen. Der Gästeblock war so voll, dass wir auf dem Treppenaufgang gestanden sind und selbst dort eng an eng standen, so dass wirklich niemand mehr durchgekommen ist. So war es leider auch nicht möglich, dass wir alle zusammen stehen konnten. Vom Spiel selbst habe ich teilweise gar nicht so viel gesehen. Vor mir ein Pfosten, links und rechts davon eine große Fahne, aber das, was ich gesehen habe, war über weite Phasen nicht wirklich schön, von daher war es auch nicht schlimm.
Nach einer guten Startphase der Löwen, die haben sogar ein Tor geschossen, welches korrekterweise nicht gegeben wurde, wurde Stuttgart plötzlich stark. Die Kombination Darvich –Diel und umgekehrt Diel – Darvich hat binnen sechs Minuten das Spiel gegen uns vorentschieden. Besonders bitter: Den ersten Treffer hat ausgerechnet der Ex-Löwe Ouro-Tagba eingeleitet. Nach der Halbzeit kamen die Löwen besser aus der Kabine, hatten einige gute Chancen, insgesamt wurde siebenmal gegen uns Abseits gepfiffen, was wir, aus unserer Perspektive, so nicht immer gesehen haben. In der Kurve hatte man fast das Gefühl, dass jede aussichtsreiche Schussposition unserer Löwen vor dem Tor abgepfiffen wurde, so auch, als der Ball wieder im Netz des Gegners zappelte. Fünf Minuten vor Schluss endlich die Erlösung. Haugen schiebt den Ball ins Tor und diesmal zählt es. Kam der Anschlusstreffer zu spät? Die Kurve war voll da. Durch die Mannschaft ging ein Ruck und wir hatten das Gefühl, dass da noch was geht. Das Stuttgarter „Zeitspiel“ bescherte uns sechs Minuten Nachspielzeit. Die letzten zwei Minuten kam sogar Dähne mit vor. Trotzdem blieb es bei dem 2:1 Endstand.
Irgendwie waren wir alle bedient. In der Dunkelheit ging es jetzt querfeldein zurück zum Bus. Die Rückfahrt war sehr viel ruhiger als die Hinfahrt. Abgesehen vom Spiel war es aber ein sehr schöner Ausflug.
München, 31.01.2026, Grünwalder Stadion, TSV 1860 München - Alemannia Aachen (2:2)
Schief und krumm
Also irgendwie war da der Wurm drin gestern. Auch wenn es einige gnädige Stimmen zu hören und zu lesen gab – ich habe nur ein ziemliches Rumgestolper gesehen. Natürlich mit Ausnahme des schön verwandelten Elfers von Jacobsen (54'). Selbst unser erstes Tor durch Maier (22') war in meinen Augen nur glücklich durchgewurschtelt. Immerhin eine kleine Entschuldigung für das unnötige Elfmetertor kurz zuvor (Gindorf, 18'). Okay, mit der chronologischen Reihenfolge habe ich es heute nicht so. Egal.
Springen wir wieder vor in die zweite Halbzeit: Wenig überraschend haben die Alemannen unsere Führung wieder zunichte gemacht (Schroers, 61‘). Leider hat auch die Einwechslung von Hannibal Haugen (sorry, der musste sein ) nichts mehr gebracht. Wobei das eher die Schuld des Schiris war, dem offensichtlich mehrfach eine Linse verrutscht ist während des Spiels.
Drumherum lief auch so einiges schief: Die Lautsprecher waren so weit runtergedreht, dass man Mühe hatte, unseren Stadionsprecher zu verstehen. Und irgendwie haben wir es in J nicht geschafft, unsere Gesänge mit G und H zu synchronisieren. Das Ergebnis war ein ziemlich krummer Kanon. Die Gästefans hingegen waren so stimmkräftig, dass sie uns teilweise übertönt haben.
Es blieb also beim 2:2. Das dritte Remis in Folge. Gegen die Stuttgarter Zweitvertretung wollen wir mal wieder einen Auswärtssieg sehen!
PS: Ja, ich weiß, ich bin heute ziemlich ungnädig. Das mag aber daran liegen, dass ich etwas verkatert bin. Nach dem Spiel ging’s ins Bummsvoll. Dort war es auch so und wir hinterher auch. Wäre ich nicht noch auf einen Absacker in die Spezlwirtschaft gegangen, gäbe es heute vielleicht einen milden, weniger chaotischen Bericht.
Osnabrück, 25.01.2026, Bremer Brücke, VfL Osnabrück - TSV 1860 München, 1:1
Zwischen den Gleisen
Osnabrück hat zugleich den dümmsten und den schlauesten Bahnhof der Welt: Man kommt nicht auf die andere Seite, aber dafür gibt es eine geile Boazn zwischen Gleis 11 und 12.
Aber da muss man erstmal hinkommen und vor allem auch wieder weg, was für manchen Löwen gestern noch sehr beschwerlich wurde. Ich hoffe, es sind inzwischen alle gut angekommen! Was uns Übernachtenden noch so blüht? Wir werden sehen ...
Aber nun zu gestern: Ich hab mich natürlich besonders über das Treffen mit meinen Hauptstadtlöwen gefreut - und über meine Schneehose! Denn es war wieder mal scheißekalt.Die Lila-Weißen hingegen sind nicht scheiße, sondern ein angenehm friedliches Völkchen. Null Fan-Stress.
Unsere Jungs haben trotz immer noch dünner Personaldecke Kampfgeist gezeigt und ein gutes Spiel abgeliefert (auch wenn unser Coach nicht ganz so zufriedenwar). Leider hat es trotzdem nur zum 1:1 gereicht (Bjarke Jacobsen 17', Kevin Volland 25'). Der Stimmung hat das keinen Abbruch getan: Die war hervorragend. Und die vielen (teils etwas großen) Fahnen sahen sehr hübsch aus. Die Osnabrücker hatten auch eine sehr schöne Choreo.
In der zweiten Halbzeit ist leider wieder einer in der Gästekurve umgekippt. Gute Besserung an dieser Stelle! Tore gab es leider keine mehr, auch wenn es durchaus Chancen gab.
Alles in allem: ein schönes Spiel und wir dürfen uns auf Samstag gegen Aachen freuen!
München, 17.01.2026, Grünwalder Stadion, TSV 1860 München - Rot-Weiß Essen, 1:1
Mit gezogener Handbremse
So richtig in Schwung sind wir gestern nicht gekommen. Weder wir Fans noch unsere Mannschaft. Bei mir lag es einfach daran, dass mir scheißkalt war. Vier Schals helfen halt nix, wenn man seine Wärmesohlen vergessen hat. Dem einen oder anderen Mitwestler ging es vielleicht auch so. Die zahlreich angereisten Gästefans hingegen waren scheints kälteresistenter.
Unsere Mannschaften haben sich gegenseitig ausgebremst, weil anscheinend zu ähnlich in der Spielweise. Da war das Unentschieden keine Überraschung. Weite Teile des Spiels sah es ja eher nach einem 0:0 aus. Wahrscheinlich hat RWE dann dank unserer elf Ausfälle einen Punkt bekommen und wir einen wegen Heimvorteil (oder als Trostpflaster). Auch wenn das nicht so spektakulär zum Anschauen war: Wir dürfen mit dem Spielausgang zufrieden sein. Essen aber auch.
Der Vollständigkeit halber: Das Tor für Essen erzielte in der 82. Minute ein Spieler, dessen Vorname mit M anfängt. Ob Marvin oder Marek, darüber gab es noch Diskussionen. Auf der Löwenseite war es definitiv unser Max, der in der 90. Minute zum Zuge kam. Schauen wir mal, welcher Anfangsbuchstabe an der Bremer Brücke das Rennen macht …
Bergamo 10.01.2026, New Balance Arena; Atalanta BC - Torino, 2:0
Mailand 11.01,2026, San Siro; Inter Mailand - Neapel, 2:2
Es ging los am 10.1. vom Erdinger Moos nach Mailand-Linate, mit pünktlicher Ankunft um 10.45 Uhr. Vom Flughafen ging es zum Mailänder Hauptbahnhof, wo Eva und ich unsere zwei Rucksäcke für stolze 14 Euro für fünf Stunden abgaben. Aaron und Demian brachten ihre in ihr Hotel. Dann trafen wir uns wieder am Hauptbahnhof und das nächste Ziel war, für unser leibliches Wohl zu sorgen. Wir nahmen die älteste Pizzeria in Mailand. Die Pizza war richtig gut und auch ausreichend. Anschließend ging es zum Mailänder Dom und den umliegenden Einkaufspassagen. Ein paar Schuhe für 830 Euro und Täschchen für 2.500 Euro – natürlich habe ich Eva gleich zwei davon gekauft.
Wir hatten uns Mailand wärmer vorgestellt, es pfiff uns bei 3 Grad plus immer ein kühler Wind um die Nase. Die Zeit verging wie im Flug. Ab 15.30 Uhr mussten Eva und ich unser Gepäck abholen, um in unser Hotel, das ein wenig außerhalb lag, einzuchecken. Kurz umziehen: lange Unterhose und ein paar Schichten Pullis übergezogen. So ging es wieder zum Hauptbahnhof, von wo wir nach Bergamo wollten, mit dem Zug um 18 Uhr. Dieser wurde leider gecancelt und fuhr erst gegen 19 Uhr los. Also im Engeren, bis zum Spielbeginn 20.45 Uhr, Atalanta Bergamo gegen den FC Turin.
Während wir so am Bahnhof standen, kam eine Polizeistreife auf uns zu und kontrollierte unsere Personalien. Glück gehabt, alles in Ordnung. So ging dann doch endlich der Zug nach Bergamo. Um ca. 20 Uhr angekommen, mussten wir feststellen, dass der letzte Bus zum Stadion schon weg war. Also schnell ins Taxi. Im Stadion, das ca. 21.000 Zuschauer fasst, saßen wir auf guten Plätzen und verfolgten ein ansprechendes Spiel, das 2:0 für Bergamo ausging. Leider konnten wir das 2:0 nicht mehr sehen, um den letzten Zug, der um 23 Uhr nach Mailand fuhr, zu erwischen. Also verließen wir in der 75. Minute das Stadion und wollten mit dem Bus oder Taxi zum Bahnhof. Leider wurde daraus nichts, weder Taxi noch Bus fuhren. Also im Stechschritt zum Bahnhof – leider zu langsam. Wir kamen um 23.08 Uhr an, Zug weg.
Was machen wir jetzt? Wir haben alles gecheckt, zum Schluss blieb nur ein Taxi. Der 46-jährige Taxifahrer, mit dem wir uns dreisprachig unterhielten, machte uns den Vorschlag, uns nach Mailand in unsere Hotels zu bringen für 150 Euro. Die Fahrt war sehr unterhaltsam, der nette Fahrer erzählte uns viel über Land und Leute. Nachdem er uns um 0.45 Uhr im B&B Hotel ablieferte, gab er Demian und Aaron noch eine kleine Stadtrundfahrt. Eva und ich genehmigten uns noch ein das Erlebte verarbeitendes Bier, bevor wir in den Tiefschlaf fielen.
11.01., Sonntag, 9.00 Uhr
Aufstehen, Duschen, die den Flair der 80er-Jahre hatten. Auf geht's zum Frühstücken. Am Bahnhof fanden wir ein kleines Café, war okay. Dann wieder Treffen mit Aron und Demian am Dom. Weiter ging es zu Fuß und mit den Straßenbahnen, richtig urig durch die Stadt: Künstlerviertel und Burg Castello Sforzesco und Triumphbogen Arco della Pace. Danach ging es zum Essen in der Sonne und draußen bei ca. 10 Grad, zwar nur anfangs, dann verschwand die Sonne hinter den Häusern. Jetzt mussten wir uns fertig machen zum Spiel Inter Mailand gegen SSC Neapel. Auch Tobi R. hat sich noch angekündigt und wollte gegen 17 Uhr in Mailand sein. Seine Ankunft verzögerte sich, so entschieden wir, dass er direkt ins Stadion kommen soll. So kamen wir auch erst spät vom Hotel weg, wo wir uns in Stadionoutfit warfen – Hauptsache warm, es war 0 Grad.
Mit Tram und Bus durch die Stadt, dann zum Schluss noch 15 Minuten Fußweg zum Stadion. Da stand das altehrwürdige San Siro in seiner ganzen Pracht. Durch die Sicherheitskontrollen ohne Probleme, auf der Suche nach unseren Plätzen im obersten Rang nicht ganz so einfach: steile Treppe nur für Kinderschuhe geeignet, dann Sitze, in die zwar Sandra locker passt. Aber für Eva und mich war es sehr kuschelig. Bier leider auch nicht möglich – 2 Meter weiter ging der Biermann zwar dauernd vorbei, für uns unerreichbar. Also in der Halbzeit ging es auf die Toilette, dort hatte sich eine enorme Schlange gebildet. In der 60. Minute war ich dran – pressieren durfte es nicht. 6 Pissoirs waren da, davon zwei defekt, und das für den ganzen Oberrang, ca. 8.000 Menschen.
Die zweite Halbzeit genossen wir dann ganz oben in der letzten Reihe mit Bier. Zum Spiel: erste Halbzeit, die mit 1:1 endete und sehr von der Defensive der Süditaliener geprägt war und Inter kaum ein Rezept hatte, die Abwehr zu knacken. In der zweiten kam das Spiel ein wenig in Fahrt. Inter erhielt nach VAR und Schiedsrichteransicht einen Elfmeter, den Calhanoglu in der 73. Minute sicher verwandelte. Zwar war Inter am Drücker, dennoch gelang Neapel in der 81. Minute der Ausgleich. 5 Minuten Nachspielzeit und fast das 3:2 für Inter – Pfostenschuss. 2:2 Endstand, Stadion vor dem Schlusspfiff halb leer. Nur die Neapelfans waren noch zahlreich vorhanden. Ich denke, sie durften nicht aus dem Stadion.
Es gab kaum Pyro (Neapel) und es gab auch keine Ausschreitungen, alle verhielten sich sehr diszipliniert. Raus aus dem Stadion, jetzt sind wir los auf die Fressmeile: Bier im Megabecher und Essen, alles was das Herz begehrt. Anschließend wieder ins Hotel und um halb zwei todmüde ins Bettchen gefallen.
12.01., Montag, 5.30 Uhr
Wecker läutet – kann doch gar nicht sein, doch es ist wahr, der Flieger geht um 9.45 Uhr. Waschen und Packen, ab zum Flughafen. Alles läuft rund, bin mega müde. Um 10.15 Uhr hebt der Flieger ab – Verspätung wegen Blitzeis in München. 11.15 Uhr gelandet, jetzt geht's heim. Schee war's.
Leverkusen 22.09.2024, BayArena, Bayer 04 Leverkusen - VfL Wolfsburg, Ergebnis 4:3
Bielefeld 21.09.2024, Schüco Arena, DSC Arminia Bielefeld – TSV 1860, Ergebnis 0:1
Wuppertal, 20.09.2024, Stadion am Zoo, Wuppertaler SV -Schalke 04 II, Ergebnis 1 : 0
Triest 08.09.2024, Stadio Nereo Rocco, Triestina SSD vs. ASD Calcio Caldiero Terme, Ergebnis 0:1
Wien Allianzstadion, 20.07.2024, Rapid Wien - AC Mailand, Ergebnis 1:1
Wien Stadion Hohe Warte, 19.07.2024, Testspiel First Vienna - TSV 1860 München, Ergebnis 0:0